Über die Fische


Fischerei Mielke | Ein Schwarm Süßwasserfische.

Brandenburg ist reich an Gewässern. Viele Fischarten sind hier heimisch. Um diesen natürlichen Reichtum zu erhalten und damit unsere Lebensgrundlage, achten wir auf einen schonenden Umgang mit diesen Ressourcen. Wir entnehmen der Natur nie mehr, als wir benötigen, beachten Schonzeiten und Mindestgrößen der einzelnen Fischspezies. Nur so kann gewährleistet sein, dass auf Dauer alles in der Natur intakt bleibt.


Aal, Anguilla anguilla

Aale werden einen etwa 50 bis 150 cm lang und können bis zu sechs Kilogramm wiegen. Aale findet man in Gewässern wie Seen, Tümpeln und Flüssen. Am Grund dieser Gewässer finden sie Schutz und Nahrung. Aale sind nachtaktive Raubfische. Tagsüber graben sie sich im Schlamm ein.

 

Der Aal ist ein hochwertiger Speisefisch mit festem, fetten Fleisch. Er ist auf vielfältige Arten zuzubereiten: geräuchert, gebacken, gedünstet, geschmort, in Aspik eingelegt und weiteres mehr.


Barsch, Perca fluviatilis

Fischerei Mielke | Barsch, Perca fluviatilis

Der Barsch ist ein Mitglied der Familie der Echten Barsche. Er verfügt über eine anatomische Besonderheit, nämlich zwei Rückenflossen. Barsche sind Raubfische. Landläufig wird er als Flussbarsch bezeichnet, er lebt aber auch in stehenden Gewässern. Barsche erreichen eine durchschnittliche Größe von 25 - 40 cm.

 

Der Barsch gilt als schmackhafter Speisefisch. Die gängisten Methoden der Zubereitung von Barschen sind Backen und Braten.


Forelle, Salmo trutta

Fischerei Mielke | Forelle, Salmo trutta

Die Forelle gehört in die Familie der Lachsfische. Es wird zwischen Bachforelle, Seeforelle und Meerforelle unterschieden. Die Süßwasserforelle bevorzugt kalte Gewässer. Sie ernährt sich überwiegend von Wasser- und Fluginsekten sowie von Schnecken und Würmern. Die Forelle kann bis zu 70 cm lang werden und ein Gewicht von bis zu Sieben Kilogramm erreichen.

 

Bekannte Formen der Zubereitung von Forellen sind Forelle "blau", Forelle "Müllerinnen Art" und Räucherforelle. Die Forelle ist ein beliebter Speisefisch der bereits von den Mönchen im Mittelalter geschätzt wurde.


Hecht, Esox lucius

Fischerei Mielke | Hecht, Esox lucius

Dieser Raubfisch gilt als besonders aggressiv und ist Inhalt ungezählter Geschichten, einige davon sind wahr, einige gehören ins Reich der Legenden. Hechte werden im Durchschnitt 50 - 100 cm lang, können aber noch größer werden. Es wurden Exemplare gefangen, die bis zu 20 Kilogramm auf die Waage gebracht haben.

 

Hechte eignen sich hervorragend zum Braten, Backen oder Grillen, Dünsten oder Pochieren. Der Fisch ist sehr mager.


Heilbutt, Hippoglossus hippoglossus

Der Heilbutt ist ein Seefisch, beheimatet im Nordatlantik. Er ist der größte Plattfisch. Der Heilbutt kann stolze 300 cm Körperlänge, ein Gewicht von beinahe 400 Kilogramm und ein Alter von 50 Jahren erreichen. Da er ein rechtsäugiger Plattfisch ist, zählt er, trotz seines Namens, nicht zu den Butten, sonder zu den Schollen.

 

Der weiße Heilbutt ist fettarm, aromatisch und eiweißreich. Er eignet sich für alle Arten der Zubereitung. Gedämpft oder gedünstet schmeckt er am besten. Der schwarze Heilbutt ist fetter und eigent sich sehr gut zum Grillen und Braten.


Karpfen, Cyprinus carpio

Fischerei Mielke | Karpfen, Cyprinus carpio

Dieser Friedfisch gehört zu den bekanntesten Fischarten in Europa. Karpfen erreichen im Allgemeinen eine Länge von 30 - 40 cm bei einem Gewicht von ein bis drei Kilogramm. Einzelne Exemplare können deutlich größer und schwerer werden. Karpfen leben im warmen, stehenden Süßwasser, zur Überwinterung ziehen sie sich in die tiefer gelegenen Bereiche der Gewässer zurück.

 

Der Karpfen war schon zu Zeiten der Römer ein beliebter Speisefisch. Auf Grund alter Gebräuche wird er besonders häufig zu Weihnachten und Sylvester serviert.


Lachsforelle

Die Lachsforelle kann aus jeder Forellenart gezüchtet werden. Sie zeichnet sich durch die Rotfärbung ihres Fleisches aus. Diese Rotfärbung stammt vom Betacarotin in ihrer Nahrung, z.B. von Bachflohkrebsen oder kleinen Krebsen. Durch die Rötliche Färbung, die an Lachs erinnert, hat sie auch Ihren Namen erhalten.

 

Ihr Fleisch ist fetthaltiger als das einfachen Forelle, allerdings magerer als das Fleisch des Lachses. Das feste Fleisch der Lachsforelle schmeckt geräuchert, gebraten und gegrillt besonders gut.


Saibling, Salvelinus

Fischerei Mielke | Forelle, Salmo trutta

Der Saibling gehört, ebenso wie die Forelle, zur Familie der Lachsfische (Salmonidae). Innerhalb der Gattung existiert ein große Vielfalt. Sie leben im kalten, klaren Süßwasser. Jungtiere leben als Schwarmfische, adulte Exemplare bevorzugen ein Einzelgänger-Dasein. Saiblinge werden, je nach Art, ungefähr 30 cm lang und etwa  ein Kilogramm schwer.

 

Bachsaiblinge zeichnen sich durch ihr feines Fleisch aus, der Seesaibling ist aromatischer und hat eine leichte Lachsfärbung. Den Saibling genießt man geräuchert, gebraten, gegrillt oder pochiert.


Rotbarsch, Sebastes norvegicus

Fischerei Mielke | Rotbarsch, Sebastes norvegicus

Der Rotbarsch gehört zu den Drachenkopfartigen. Er ist ein Tiefseefisch aus dem Nordatlantik. Der Rotbarsch ernährt sich von Krabben, Garnelen und kleinen Fischen. Rotbarsche sind langsam wüchsige Schwarmfische. Im Alter von 10 - 12 Jahren gelangen sie zur Fortpflanzungsreife, sind lebendgebärend und können 60 Jahre alt werden.

 

Der Rotbarsch eignet sich für jede Zubereitungsart. Sein Fleisch bleibt, auch bei längeren Garzeiten, saftig. Rotbarsch bietet sich zum Braten an. Für Fischaufläufe, Fischsuppen  und weiter Zubereitungen wird er gerne genutzt.


Makrele, Scomber scombrus

Makrelen sind, in Küstengewässern lebende Schwarmfische, die sich von Plankton und Fischbrut anderer Spezies wie Heringen, Dorschen und Sprotten ernähren. Sie leben u.a. in der Nordsee und im Nordatlantik. Sie können ein Alter von 17 Jahren erreichen, bei einer Körperlänge von bis zu 50 cm. Makrelen sind mit dem Thunfisch verwandt.

 

Das rötliche Fleisch der Makrele ist sehr aromatisch. Die Makrele hat einen hohen Fettgehalt. Makrelen gelten als ausgezeichneter Speisefisch, der sowohl zum Grillen und Braten als auch zum Dünsten und Räuchern gut geeignet ist.


Zander, Sander lucioperca

Der Zander ist u.a. bekannt als Hechtbarsch, Sander, Schill oder Zahnmaul. Der Süßwasserfisch ist der größte heimische Barschartige und hat, genau wie der Barsch zwei Rückenflossen. Der schnell wachsende Raubfisch bevorzugt tiefere Gewässer in denen er kleinere Fische jagd. Der scheue Fisch misst durchschnittlich 40 bis 50 cm und kann über 10 Jahre alt werden.

 

Begründet durch sein weißes, besonders festes Fleisch, ist der Zander ein beliebter  Speisefisch. Am liebsten wird er gebraten, gebacken oder gegrillt serviert.